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ACO GmbH


Bikini-Haus, Berlin

Ob Zoologischer Garten, KaDeWe, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche oder seit kurzem das Hotel Waldorf-Astoria. Im Westen Berlins, rund um den Kurfürstendamm, die Tauentzienstraße und die Hardenbergstraße, findet der Tourist die Hotspots der Hauptstadt.

Das von den Architekten Schwebes und Schoszberger, zwei der bedeutendsten Architekten während des Wiederaufbaus Berlins in den 1950er und 1960er Jahren, errichtete Bikini-Haus ist unmittelbar an der Gedächtnis-Kirche gelegen. Der ursprünglich in der Gebäudemitte durch ein Luftgeschoss im 2. Obergeschoss in zwei Teile geteilte Flachbau, beherbergte nach der Eröffnung im Jahre 1957 vorrangig Unternehmen der Damenoberbekleidungsindustrie. Aufgrund der Architektur und Nutzung wurde das sechsgeschossige Gebäude von den Berlinern „Bikini-Haus“ getauft.

Im Vorfeld der im Dezember 2010 begonnenen Umbauarbeiten wurden der belgische Künstler Arne Quinze mit seinem „Studio SAQ“ und die KEC Planungsgesellschaft mbH aus Berlin vom Eigentümer, der Bayerische Hausbau, mit der Konzeptionierung und Umsetzung der Revitalisierungsmaßnahmen beauftragt. Das Konzept, rund 54.000 Quadratmeter Nutzfläche hinter weitestgehend unveränderten Fassaden zu schaffen, Ästhetik und Funktionalität miteinander zu verbinden und neue Gebäudeabschnitte harmonisch einzufügen, wurde unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit (LEED Vorzertifizierung in Gold – Leadership in Energy and Environmental Design) umgesetzt.

Nach Abschluss aller Arbeiten im April 2014 stehen nun ca. 17.000 Quadratmeter für den Einzelhandel und die Gastronomie, ca. 7.500 Quadratmeter für Büroflächen, ein Designhotel mit 149 Betten und ein Parkhaus sowie 7.000 Quadratmeter für eine öffentlich zugängliche, große, begrünte Dachterrasse zur Verfügung. Von hier aus haben die Besucher des Bikini-Hauses einen atemberaubenden Blick auf den Zoologischen Garten und den Berliner Stadtteil Charlottenburg. Die Entwässerung der Dachterrasse, aber auch der Bereiche vor den zurückgesetzten Glasfassaden des Staffelgeschosses, wird durch ACO Profiline Entwässerungsrinnen sichergestellt.

Um die Entwässerung von Flächen sicher zu machen, sind die speziellen Gegebenheiten des Objekts zu berücksichtigen. Mit Hilfe einer hydraulischen Leistungsberechnung, die die Größe und Struktur der Einzugsflächen, die zu berücksichtigende Bemessungsregenspende und die Lage des Rinnensystems einbezieht, wird die Abflussleistung des Rinnensystems ermittelt. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Dimensionierung korrekt ist und damit eine schnelle und sichere Ableitung auch großer Regenmengen gewährleistet ist. Bei der Wahl des Rinnensystems ist im Zusammenhang mit der Einbausituation / -konstruktion jedoch auch stets das barrierefreie Bauen, d.h. die Bodenebenheit bzw. Schwellenfreiheit zu berücksichtigen.

Regenwasser geht jedoch nicht ausschließlich auf horizontale Flächen, wie das Dach und die Grundstücksfläche nieder. Je nach Regensituation, Windrichtung usw. können bis zu 50 % des Regens auch auf vertikale Flächen, wie auf die Fassade treffen bzw. eingetragen werden. Besonders bei extremen Niederschlägen ist, insbesondere im Bereich abgedichteter Flächen wie angrenzenden Dächern, Terrassen usw. zu gewährleisten, dass kein Wasser über Eingänge, raumhohe Verglasungen und andere Öffnungen der Gebäudehülle eindringt. Ausreichend dimensionierte Entwässerungsrinnen, die unmittelbar neben der Fassade installiert sind, können auch hier Abhilfe schaffen.

Im Bereich der großzügigen Dachterrasse wurden Rinnen verschiedener Baugröße als Fassaden- und auch Flächenentwässerung installiert. So kamen ACO Profiline-Entwässerungsrinnen aus Edelstahl mit einer Breite von 13,0 cm bei einer fixen Höhe von 7,5 cm sowie mit 25,0 cm Breite und 5,0 cm Höhe zum Einsatz. Als Abdeckung der Rinnenkörper wurden Edelstahl-Längsstabroste gewählt. In Bereichen, bei denen aufgrund der vorhandenen Unterkonstruktionen eine variable Anpassung der Rinnen-Bauhöhe erforderlich war, entschieden sich die Planer für ACO Profiline Entwässerungsrinnen mit einer Baubreite von 25,0 cm und einer stufenlos verstellbaren Bauhöhe von 55 bis 78 mm bzw. 78 bis 108 mm. Auch diese Rinnenvarianten wurden mit Edelstahl-Längsstabrosten versehen.

Auch die terrassenartigen Flächen im Bereich des Staffelgeschosses zählen zu den öffentlichen Flächen des neuen Einkaufszentrums. Deshalb mussten auch hier begehbare und rollstuhlbefahrbare Entwässerungsrinnen und Abdeckungen berücksichtigt werden. Als Fassadenentwässerung der raumhohen Verglasungen wurden ACO Profiline Entwässerungsrinnen mit einer Baubreite von 13 cm und einer fixen Bauhöhe von 7,5 cm installiert. Die begehbaren Flächen werden über 25 cm breite und 5,0 cm hohe Rinnen mit direktem Anschluss an die Abläufe entwässert. Beide Rinnentypen bestehen, wie auch die Gitterrostabdeckungen, aus verzinktem Stahl.

Die vormontierten Rinnenelemente haben keine losen Einzelteile. Somit lassen sich die Rinnenstränge im Baukastensystem sehr wirtschaftlich einbauen. Die Verbindung der Rinnenelemente untereinander erfolgt mittels eines einfachen Stecksystems mit Nut und Feder. Dieses Stecksystem gewährleistet eine zusätzliche Sicherheit bei der Verarbeitung auf der empfindlichen Abdichtung. Zur Sicherstellung einer optimalen Dränage dienen die 4 mm breiten seitlich eingestanzten Dränageschlitze, die bis in die untere Abkantung geführt sind. Durch die bereits integrierte Kiesleiste ist eine gesonderte Anbringung nicht mehr nötig. Der durchgehend geschlossene Rinnenboden gewährleistet höchste Standsicherheit und Lastverteilung. Weiterhin kann durch die Ausgleichselemente eine stufenlose Längenanpassung der Rinnenkörper erfolgen.